Tierverstümmelungen

Im Jahre 2005 konnte man in den Tageszeitung immer wieder nachrichten lesen über Tierquälereien. Das zog sich über mehrere Wochen hin! Man ging von einem oder mehreren Tätern aus, die man aber nie zu fassen kriegte (jedenfalls stand nie soetwas in den Nachrichten). Denn plötzlich verstummten die Nachrichten. Nichts mehr wurde darüber berichtet. Diese sogenannten Tierquälereien von 2005 kann man einigen Recherchen von Exopolitk Schweiz unter dem berüchtigten kapitel „Tierverstümmelungen“, die es leider im UFO-Bereich gibt, verbuchen.

Hier eine Polizei Pressemitteilung aus dem jahre 2005, die selbstverständlich neutral und für den Mainstream formuliert wurde, um keine Panik zu erwecken.

Wortwörtlich zitiert von der Kantonspolizei Baselland

Die Polizei Basel-Landschaft hat, als Koordinatorin stellvertretend auch für die Kantone Aargau und Solothurn, heute Mittwoch vormittag, 28. September 2005, im Rahmen einer Medienkonferenz in Liestal (BL) zu diversen Aspekten im Zusammenhang mit der Serie von Tierquälereien in der Nordwestschweiz Stellung genommen. Diese Serie hält namentlich die Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn seit über vier Monaten oder rund 19 Wochen in Atem. Seit über vier Wochen gibt es allerdings keinen einzigen neuen Fall einer Tierquälerei zu verzeichnen.

Von der Täterschaft fehlt weiterhin jede Spur. Hingegen gehen Experten davon aus, dass die effektive Anzahl von tatsächlich begangenen Tierquälereien deutlich kleiner ist als bisher angenommen. Die Ermittlungen und Abklärungen gehen unvermindert weiter.

Kurt Stucki, Kommandant der Polizei Basel-Landschaft, präsentierte zu Beginn der stark besuchten Medienkonferenz in Liestal einige Zeitungsschlagzeilen der vergangenen Wochen und Monate und brachte damit das Spektrum, die Breite sowie nicht zuletzt die Problematik dieser sehr komplexen Materie zum Ausdruck.

Innert vier Monaten gab es in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn 46 vergleichbare Fälle von Tierquälereien- in einem Gebiet mit ca. 270’000 Nutztieren. Bei den involvierten Polizeistellen gingen in dieser Phase über 1100 Hinweise ein, welche es allesamt zu beurteilen und bearbeiten galt. Gesamthaft wurden für die entsprechenden Abklärungen und Ermittlungen bislang über 10’000 Mannstunden geleistet, davon allein rund 8000 im Kanton Basel-Landschaft. Diese 10’000 Stunden entsprechen knapp 1200 Arbeitstagen.

Der Baselbieter Polizeikommandant Kurt Stucki erinnerte daran, dass etliche Tatsachen die Polizeiarbeit noch zusätzlich erschwerten: So sei der Fundort meistens nicht der Tatort und es sei beim besten Willen nicht möglich, ein geschädigtes Tier zu befragen, so Stucki vor den Medien.

Beat Krattiger, Gesamteinsatzleiter der Sonderkommission „Zaun“ der Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn, gab einen ausführlichen Überblick zum Stand der Dinge und berichtete über die bislang in dieser Dimension noch nie getroffenen polizeilichen Massnahmen. Betroffene Gebiete wurden systematisch mit bis zu 20 zivilen Patrouillen praktisch rund um die Uhr überwacht.

Parallel wurden wiederholt Verkehrsachsen überwacht oder zum Beispiel innert zwei Tagen über 250 Personen, welche sich in entsprechende Gebiete begaben, nach bestimmten Kriterien kontrolliert. Im Rahmen der aufwändigen Überwachungsmassnahmen standen phasenweise bis zu 200 Mitarbeitende im Einsatz. Die Polizeikorps von Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn wurden dabei stark und unbürokratisch von der Kantonspolizei Basel-Stadt sowie vom Grenzwachtkorps Basel unterstützt. Die geltende Gesetzgebung wurde bis an die Grenze des Machbaren ausgeschöpft, diverse Personen wurden überprüft.

Krattiger geht von mehreren Tätern aus. Dies deshalb, weil es verschiedene Tiere (Opfer), verschiedene Verletzungsmuster, verschiedene Tatorte im Einzugsgebiet sowie verschiedene Tatzeiten gibt. Die Täterschaft muss gemäss Krattiger im Umgang mit Nutztieren auf jeden Fall erfahren sein. Bei der Täterschaft handle es sich um Personen, die man möglicherweise kennt und die deshalb nicht auffällt. Zudem dürfte die Täterschaft zeitlich ungebunden sein und über Ortskenntnisse verfügen, so Krattiger weiter.

Eine Täterschaft konnte jedoch auch anlässlich der heutigen Medienkonferenz nicht präsentiert werden. Wie hoch die Anzahl Fälle effektiv ist, konnte anlässlich der heutigen Medienkonferenz weder von der Polizei noch von den anwesenden Kantonstierärzten Ignaz Bloch (BL) und Michel Laszlo (Stv. Kantonstierarzt AG) abschliessend beurteilt werden. Schätzungsweise sind etwa 20 Prozent der 46 Fälle nicht zwingend auf Tierquälereien, sondern „normale“ Unfälle und/oder gesundheitlich bedingte Gründe zurück zu führen. So wurden zuletzt zum Beispiel auch mehrere Fälle von „Tierfrass“ bekannt.

Die Polizei geht neu von 35 Fällen aus. Diese wurden allesamt entweder durch Bezirkstierärzte, Pathologen, Gerichtsmediziner oder durch ein Unispital beurteilt. Darunter sind 18 Fälle, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Tierquälereien einzustufen sind (Schnitte im Genitalbereich sowie an Extremitäten). Bei den 17 anderen Fällen kann weder Tierquälerei noch eine andere Ursache („normaler Unfall“ gemäss obigem Beschrieb) ausgeschlossen werden. Deshalb verbleiben auch diese 17 Fälle in der Statistik. Unter diesen 17 Fällen sind z.B. auch Fälle, welche erst nachträglich gemeldet wurden oder bei welchen bereits medizinische Versorgungen vollzogen waren und daher keine Spuren mehr gesichert werden konnten.

In sämtlichen bekannten Fällen in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn sind die entsprechenden Untersuchungen der einzelnen Fälle mittlerweile abgeschlossen. DNA-Spuren wurden, wie die Polizei heute klar fest hielt, immer und von Beginn weg gesichert (falls möglich). Bislang gibt es keinerlei konkrete Hinweise und Erkenntnisse bezüglich des Einsatzes von Betäubungsmitteln.

Beat Krattiger ist davon überzeugt, dass es klare Fälle von Tierquälereien gibt respektive gab, „aber es gibt auch eine Serie von Selbstverletzungen und Unfällen“, sagte er heute vor den Medien. Die fachliche Beurteilung der Einzelfälle fällt, wie die Polizei heute fest hielt, ausdrücklich nicht in die Zuständigkeit der Polizei, sondern ist Sache der Tierärzte respektive von Spezialisten wie Pathologen oder Gerichtsmedizinern.

Die Aktion Zaun der Polizeikorps der Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn bleibt bestehen, bis alle Hinweise verarbeitet und entsprechenden Ermittlungen abgeschlossen sind. Lagebedingte Überwachungsmassnahmen werden weiter geführt, die enge Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und den Experten geht weiter.

Ignaz Bloch, Kantonstierarzt des Kantons Basel-Landschaft, sagte an der Medienkonferenz, dass nicht jedes tot aufgefundene und nicht jedes verletzte Tier ein Fall von Tierquälerei sei. Insofern sei bei der Verdachtsdiagnose Vorsicht geboten. „Aussagekräftig sind die Ergebnisse von zusätzlichen Abklärungen, zum Beispiel durch Bezirkstierärzte, Pathologen, Gerichtsmediziner oder ein Unispital“, so Bloch.

Die Belohnung, welche für Hinweise, die letztlich zur Anhaltung der Täterschaft führen, beläuft sich weiterhin auf 26 000 Franken (Stichtag heute Mittwoch, 28. September 2005, 10.00 Uhr). Dieser Betrag setzt sich derzeit wie folgt zusammen: Je 5000 Franken durch die Justiz-, Polizei- und Militärdirektion (JPMD) des Kantons Basel-Landschaft sowie durch den Schweizerischen Tierschutz, 3900 Franken durch den Bauernverband beider Basel, 12’100 Franken durch Privatpersonen.

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Eingeordnet unter Nachrichten, Tierverstümmelungen/Mutilations, Ungelöste Fälle

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